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In welchem Land wurde der erste funktionstüchtige Computer der Welt gebaut?
von Helga Hilke | 24. Juli 2008
Unsere Umschüler haben Ferien. Deshalb will ich über eine Exkursion berichten, die bereits im November mit dem Kurs FI16 durchgeführt wurde.
Im Fach „Grundlagen der Datenverarbeitung“ befassten wir uns u. a. mit der geschichtlichen Entwicklung der Rechentechnik, mit den Generationen und Arten von Programmiersprachen, mit Steuerwerk, Rechenwerk, Bussystemen und deren Zusammenspiel, mit der von-Neumann-Architektur sowie mit den Ein- und Ausgabegeräten. Meine erste Frage zu dieser Thematik lautet meistens „In welchem Land wurde der erste funktionstüchtige Computer der Welt gebaut?“.


Die Frage war schnell beantwortet. Der 1910 in Berlin geborene Konrad Zuse war der Erfinder des modernen Computers Z3. Uns war bekannt, dass ein Sohn von Konrad Zuse, Herr Honorarprofessor Dr.-Ing. habil. Horst Zuse, im Technikmuseum Berlin das Lebenswerk seines Vaters für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. So meldeten wir uns für einen Nachmittag im November 2007 lange vorher dort an, um den Unterricht anschaulicher zu gestalten.


Nicht nur für die Studenten war dies alles hoch interessant. Ich selbst betrachtete sehr neugierig die Aufzeichnungen Zuses zur Spezifizierung der Programmiersprache Plankalkül, der ersten universellen Programmiersprache der Welt. Aufschlussreich waren auch die Gedanken Zuses zur Naturphilosophie. Neu für mich waren seine künstlerischen Werke. Es ist einfach genial, wie jemand Computer entwickelt und gleichzeitig künstlerisch tätig ist.
Alle Studenten schätzten den Museumsbesuch gleichermaßen als sehr lehrreich ein. Ich kann nur empfehlen, auch in Zukunft in den IT-Berufen eine derartige Exkursion einzuplanen.
Themen: Umschulung, Unterrichtsablauf | 2 Kommentare »
28. Juli 2008 - 13:21
Durch Ihren Bericht vom Besuch im Berliner Technikmuseum habe ich die Anregung für ein lohnendes Ziel für die nächste Klassenfahrt nach Berlin erhalten. Ich habe bis jetzt immer gedacht, dass die Nachbauten von Zuses Rechnern nur in München zu sehen sind. Dazu noch so ein kompetenter Ansprechpartner und Zeitzeuge – ich wäre gerne selbst dabei gewesen!
28. Juli 2008 - 18:00
Hallo Herr Hönk,
im Artikel habe ich nun noch einige Links eingefügt. So können Sie sich vor der beabsichtigten Klassenfahrt vorab im Internet informieren.
Über das Technikmuseum in München habe ich auch schon viel Gutes gehört. Bei meinem nächsten Münchenbesuch werde ich dies sicher aufsuchen.