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Wie sehen junge Leute ihre Zukunft?
von Helga Hilke | 2. Juni 2009
Versetzen Sie sich in die Lage einer 13 / 14-jährigen Persönlichkeit. Haben Sie dann Vorstellungen davon, wo die eigenen Stärken liegen, welchen Beruf Sie erlernen oder welchen Studienweg Sie einschlagen, wer der Traumtyp ist, mit dem man seinen Lebensweg gemeinsam bestreitet, ob bzw. wann Sie sich auf Kindererziehung einlassen. Gewiss: wenn Sie schon einige Lebensjahre hinter sich haben, dann sind die Vorstellungen recht konkret. Man weiß dann aus Lebenserfahrung, was man machen würde, welche Fehler man vermeiden würde, dass man die Erfüllung in einem interessanten Berufsweg abseits vom Traum eines Superstars oder Top Models und fern von einem Leben im Dschungelcamp bzw. bei Big Brother finden kann. Wie aber sieht dies jemand aus der genannten Altersgruppe? Wie kann man ihnen helfen, ein gesundes Selbstbewusstsein zu erhalten und berufliche sowie persönliche Perspektiven zu entwickeln?

Von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wurde ein Projekt zur Stärkenentdeckung, Berufsorientierung und Lebensplanung für Jugendliche entwickelt. In einem Erlebnisparcours gewinnen diese auf spielerische Weise wichtige Lebenserkenntnisse. In Berlin Lichtenberg nahmen einige Schulklassen vom 11.05. bis 15.05.2009 an einem solchen Parcours teil. Die Organisation wurde u. a. durch Comhard unterstützt.

Frau Speer beteiligte sich als Reisebegleiterin der Gruppen. Sie fand die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern bereichernd und interessant. Es wurden die Stationen Labyrinth, aufgeräumtes Wohnzimmer, Schauspielbühne und Zeittunnel – Reise in die Zukunft durchlaufen. In der letzten Station Lebensmobil konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Stärken auswertend in Berufsgruppen einordnen.

Die Heranwachsenden wurden auf ihrem Weg des Selbstfindens nicht allein gelassen. Auch die Eltern und Lehrkräfte wurden mit einbezogen. In einem Logbuch durften sogar Schwester, Bruder, Freund und Freundin eine Einschätzung der Stärken vornehmen. Die Eltern durften vorher den Erlebnisparcours besichtigen. Die Lehrkräfte, die mit ihren Schützlingen zum Parcours kamen, durften sie nicht beobachten. Die Pädagogen hatten ihren eigenen abgegrenzten Bereich (Lehrerlounge), in dem sie in einem Workshop Empfehlungen zur Nachbereitung des Parcours in der Schule erhielten.

Frau Speer nahm eine positive Einschätzung des Projektes vor. Es gab eine sehr gute Zusammenarbeit aller Träger. Sie schlägt vor, das Projekt komm auf Tour in allen Schulen zu installieren. Es ist eine lebendige, aktive und außergewöhnlich vielseitig angelegte Form in der Auseinandersetzung mit ihrem Lebensweg für die Schüler/-innen. Die Fotos zeigen deutlich, dass auch die Betroffenen das Projekt intensiv wahr nahmen.
Themen: Arbeit mit Jugendlichen, Integration in Arbeit | Keine Kommentare »