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Ein touristischer Erfahrungsbericht

von TeilnehmerIn | 27. November 2009

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Im Wesentlichen war die theoretische Ausbildung gut – nach anfänglichen Pannen im Fach Tourismus bzw. dem ersten Computerdozenten. Thomas war hervorragend bei der Vermittlung der EDV-Kenntnisse, habe bei ihm sehr viel gelernt, hätten aber ein paar Stunden mehr sein können. Ein Teil davon war für mich auch im Praktikum von Nutzen (Outlook) – ansonsten wurde hier mit Word 2003 gearbeitet.

Ich hatte Englisch bei Anastasia, die äußerst engagiert war. Ihr Unterricht ist für mich eine sehr gute Grundlage, um meine Englischkenntnisse weiterhin zu vervollständigen. Leider war es für sie und uns schwierig, weil das Niveau innerhalb der Gruppe sehr unterschiedlich war. Vielleicht könnte man in Zukunft die Gruppen etwas anders aufteilen. Auch wäre es von Vorteil – soweit es möglich ist – den Englischunterricht näher an das Praktikum zu legen. Wenn sehr viele Wochen dazwischen liegen, hat man schon alles wieder vergessen, was man in diesem Fall dann vor Ort sofort und täglich benötigt. Den Unterricht im Tourismus bei den verschiedenen Dozenten fand ich vom Inhalt gut und sehr praxisnah. Noch schöner wäre es jedoch gewesen, wenn ein Dozent nach dem anderen unterrichtet hätte. So ging alles ein bisschen durcheinander – man konnte sich schwer auf die Themen einstellen – der sogenannte rote Faden war nicht immer erkennbar.

Zum Praktikum:
Für mich stand von Anfang an fest, dass ich mein Praktikum im Baltikum machen werde. Deshalb hatte ich bereits genau vor einem Jahr bei Comhard mit Herrn Hammermeister gesprochen. Er hat es möglich gemacht, dass ich meinen Traum umsetzen konnte. Die wirtschaftliche Situation hier in Lettland ist nach der Finanzkrise nämlich äußerst angespannt. Besonders Stellen, die vom Staat bzw. von der Stadt finanziert werden wie das Tourismus Informationszentrum, sind sehr wacklig, viele Arbeitsplätze sind bereits gestrichen worden. Da Herr Hammermeister zum Glück sehr viele Kontakte nach Lettland hat, standen im Notfall noch weitere Varianten zur Sicherheit zur Auswahl. Bereits mehrere Monate bevor ich hier her fuhr, hat er mich auf das Praktikum mit zahlreichen Informationen gut vorbereitet. Es ist ihm auch gelungen, ein geeignetes Quartier zu finden, von dem ich sogar zu Fuß meinen Arbeitsplatz erreichen konnte – und ich weiß inzwischen, dass es hier im Zentrum sehr schwierig ist – fast unmöglich zu „normalen Preisen“.

Äußerst angenehm war, dass Herr Hammermeister zeitlich seine Arbeit hier in Riga mit dem Beginn meines Praktikums für zwei Tage zusammenlegen konnte. So wurde ich z.B. vom Flughafen von ihm abgeholt. Der Ankunftstag und der folgende Tag wurden nach Absprache mit der Tourismusinformation dazu genutzt, dass er mich persönlich bei verschiedenen touristischen Partnern vorgestellt hat und ich von ihm eine ganz individuelle umfangreiche Stadtführung erhielt. Das war für meine Tätigkeit wichtig, denn ich hatte mit viel Publikumsverkehr zu tun. Und die wollten wissen, wo sie was besichtigen können und wie sie dort hinkommen. Auch wusste ich nach den ersten zwei Tagen u. a. wo sich das Goethe-Institut befindet, deren Bibliothek ich später öfter fachlich nutzen konnte.

Natürlich kommt es immer darauf an, was jeder aus solchen anfänglichen Kontakten macht. Ich jedenfalls bin ein neugieriger Mensch, bin drangeblieben und habe später etliche Einladungen erhalten zu verschiedenen Veranstaltungen hier in der Stadt. Und daraus haben sich wieder neue Kontakte und Einladungen ergeben … Ich bin mir sicher, dass ich 2010 auf der ITB in Berlin eine ganze Menge Leute aus dem Baltikum wiedersehen werde. Ich war also nicht allein. Außerdem stand ich während dieser Wochen hier per e-mail mit Herrn Hammermeister in Kontakt. Einmal musste ich dringend meine Vermieterin erreichen, was mir jedoch nicht gelang. Auf meinen kleinen Hilferuf reagierte er sofort und stellte die Verbindung her. Auf diesem Wege möchte ich mich hiermit bei ihm für sein Engagement bei der Praktikantenbetreuung bedanken – schnell, sachkundig, zuverlässg.

Einen Vorschlag habe ich noch für Comhard:
Vielleicht ist es möglich, für die Teilnehmer von Lehrgängen einen Studentenausweis zu bekommen. Schließlich studieren ja alle, und die meisten haben nur Hartz 4. Hier jedenfalls gibt es etwa 50 Museen und unzählige Kirchen. Und da diese Sehenswürdigkeiten auch von fachlichem Interesse sind, wäre es schön, wenn man nur ein Drittel des Preises zu bezahlen brauchte. Ein Museumsbesuch oder eine Kirchenbesichtigung kostet hier umgerechnet 5 bis 6 Euro. Und wenn ich in Berlin aus beruflichem Interesse auf die ITB gehe, sehe ich nicht ein, warum ich dort 12 Euro bezahlen muss.

Mein Dank gilt besonders auch Helen Paech und Frau Falk. Sicherlich kann nicht immer alles perfekt laufen, aber sie waren darum sehr bemüht. Vor allem hatten sie immer ein offenes Ohr für die Teilnehmer und haben nach individuellen Lösungen gesucht.

So, nun sitze ich schon auf gepackten Koffern und freue mich darauf, alle am Montag wiederzusehen. Eine tolle Beurteilung werde ich auch mitbringen.

Herzliche Grüsse – Inge Kneiding

Themen: ESF, Praktikum, Teilnehmer berichten, Unterrichtsablauf | Keine Kommentare »

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