Startseite | » Zu spät kommende Jugendliche, Reiseassistenten, Bürokaufleute, Fachinformatiker und für die Praxis Trainierende
Zu spät kommende Jugendliche, Reiseassistenten, Bürokaufleute, Fachinformatiker und für die Praxis Trainierende
von Corinna Kroll | 25. Januar 2010
Kamen Sie schon einmal zu spät zur Arbeit, zur Schule, zur Prüfung, zum Arzt, zum Friseur, zum Rendezvous, zum Vorladetermin bei Gericht oder zu einem anderen Termin? Wie verhalten Sie sich dann?
Da Sie sicher zu den 90 % der Menschen gehören, die prinzipiell nicht erst auf die letzte Minute erscheinen, werden Sie im Falle des Zu-Spät-Kommens ganz bestimmt schon anrufen, wenn Sie unterwegs sind. Zumindest werden Sie beim Eintreffen um Entschuldigung bitten. Na ja – es gibt auch noch die anderen 10 %.
Auch von unseren Teilnehmern kommen einige häufig zu spät. Dies geschieht in den Jugendkursen genau so wie im Computertrainingszentrum als auch in den Fortbildungsmaßnahmen und Umschulungen. Von regelmäßigen 5 Minuten bis zu 4 Stunden Verspätung ist alles drin. Wir wollen dann stets eine Begründung hören. Was meinen Sie, was uns so alles erzählt wird! Hier lesen Sie einige davon:
1
„Entschuldigung für die Verspätung, ich konnte nicht so schnell laufen, ich habe neue Schuhe an.“
2
„Entschuldigung dass ich wieder zu spät bin.“
Wir unterbreiteten das Angebot, einen telefonischen Weckdienst zu organisieren. Daraufhin erklärte die Teilnehmerin, dass sie schon diverse Wecker in der Wohnung verteilt hätte. Das Wach-werden sei auch nicht das Problem. Viel mehr wäre ihre Decke daran schuld, dass sie zu spät käme. Ihre Decke hält sie fest und hindere sie am Aufstehen.
3
„Tschuldigung mein Wecker hat heute nicht geklingelt“, kennt man ja. Aber am Tag darauf kam dann die Entschuldigung: „Sorry, aber ich habe heute erst gemerkt, dass mein Wecker kaputt ist.“
4
„Ich hab verschlafen, weil ich gestern eingeschlafen bin.“
Nachdem wir dann meinten, dass wir auch jeden Abend einschlafen und uns sehr freuen, am Morgen wieder wach zu werden, antwortete der Teilnehmer –„nee ich bin doch auf dem Sofa eingeschlafen“
Was meinen Sie dazu?
Themen: Integration in Arbeit, Kurioses | 6 Kommentare »
26. Januar 2010 - 22:55
Ja, das kenne ich auch. Ich habe von 2005 bis 2008 das Abitur nachgeholt und ich muss sagen, dass es in einer Volkshochschule leider nicht anders aussieht. Der Höhepunkt der “Zuspätkommerei” waren dann die Leute, die noch den Kaffeebecher in der Hand hatten. Dazu muss man nix mehr sagen. Ich bin einer der Glücklichen, die einen Bildungsgutschen bekommen haben und ich kann am 15.2. bei euch anfangen. Ich musste für meinen Bildungsgutschein kämpfen und daher ist es für mich nicht nachvollziehbar warum einige da so schlampig mit ihrer Zukunft umgehen. In diesem Sinne: auf ein immer “pünktliches” Guten Morgen.
Mfg Kay
27. Januar 2010 - 09:21
Ich bin sichtlich überrascht, dass zu diesem Thema keine Kommentare unserer Teilnehmer geschrieben werden. Hier hätte ich mehr erwartet…
27. Januar 2010 - 20:36
Hallo liebe Leute.
Meine Erfahrung ist einfach, dass die Leute am unpünktlichsten sind, die in der Nähe wohnen.
Die Anderen, die min. eine Stunde Anfahrt einplanen müssen, planen auch ca. 15-30 Minuten Puffer ein.
So war das immer und wird wohl auch immer so bleiben… leider!!
Beste Grüße
Uwe Schrader – ehemals FI15 und BK16 (ca. eine Stunde Anfahrt zu Comhard, manchmal 1,5 Stunden…)
27. Januar 2010 - 21:34
Ja schlampig mit der Zukunft ist das eine, aber das muss jeder für sich entscheiden. Was ist mit denen, die ihre Zukunft aktiv verändern, eine Chance wahrnehmen wollen. Denen gegenüber ist dieses Verhalten rücksichtslos, weil einer der zu spät kommt, stört den Ablauf und die Konzentration von denen, die wirklich etwas lernen wollen. Also sind hier nicht nur Lehrer und Dozenten gefragt, sondern auch die, die aus ihrer Zukunft etwas machen wollen.
28. Januar 2010 - 12:07
Das zu spät im Kurs sein, ist mir auch passiert. Zum Glück waren es keine Stunden oder Tage
es waren 2 Minuten oder so. Über die kann man noch lächeln. Aber bei über 2 Stunden Verspätung würde ich nicht mehr lächeln, sei denn diese sind abgesprochen oder man hat einen ersichtlichen Grund. Leider ist es oft nicht der Fall und die Beispiele der Ausreden oben sind traumhaft. Wundere mich, dass gar nicht Sätze wie: Mein Auto sprang nicht an – dabei sind. Wo sich dann meist herausstellt, dass derjenige gar kein Auto hat. Bei mir wären Verspätungen damit begründet, dass ich den Bus verpasst hätte oder er mir vor der Nase weggefahren ist. Und das wäre dann nicht mal gelogen, da ich täglich mit dem Bus herfahre.
mfg
carsten
29. Januar 2010 - 09:42
Also ich muss zugeben, dass ich in der Schulzeit und auch im Studium hin und wieder einmal den Unterrichtsstart knapp verpasst habe. Manchmal hatte ich Glück und einer meiner Mitschüler fuhr noch nach dem letzten Bus mit dem eigenen Auto an der Haltestelle vorbei und nahm mich mit. Leider klappte das nicht immer…
Allerdings finde ich, man kann dann auch zu seinem Fehler stehen und muss nicht irgendwelche fadenscheinigen Ausreden vorbringen.
Obwohl, zur Belustigung hier im Blog tragen sie allemale bei