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Prüfungsfragen Fachinformatiker Anwendungsentwicklung Sommer 2010
von Helga Hilke | 8. Mai 2010
Wieder einmal ist es so weit. Am Mittwoch finden in vielen Berufen die schriftlichen Abschlussprüfungen statt. Auch unsere Azubis, die BK18 und die FI18 bereiten sich emsig darauf vor. Viele Themen wurden wiederholt. Bei allem Training wurde festgestellt, dass es Aufgaben gibt, die relativ leicht zu bearbeiten sind. Es gibt jedoch immer wieder auch Themen, die den Adrenalinspiegel steigen lassen. Nun wüsste jeder jetzt schon gern, welche Aufträge am Mittwoch erteilt werden. Da die Aufgaben vor der Prüfung nicht bekannt gemacht werden, will ich für die Fachinformatiker Anwendungsentwicklung ein wenig spekulieren, was dran kommen könnte:
In der letzten Prüfung war kein Struktogramm / Programmablaufplan zu erstellen. Deshalb ist wohl dieses Mal damit zu rechnen. Vielleicht sollen Sie ein arithmetisches Mittel beliebig vieler einzugebender Zahlen ermitteln. Oder: Ein IT-Unternehmen hat einen einzugebenden Umsatz, ein einzugebendes Wachstum in %. Wie viele Jahre dauert es, bis ein einzugebender Umsatz erreicht wird. Eventuell ist ein größter gemeinsamer Teiler zweier natürlicher Zahlen unter Verwendung einer rekursiven Funktion zu ermitteln.
Entscheidungstabellen sollte man sowohl erstellen (vollständig, konsolidieren) als auch analysieren (Prüfung Vollständigkeit, Redundanz, Widerspruch) können. Eventuell ist eine vorgegebene Entscheidungstabelle zu codieren.
Das Thema Datenbanken (ERD, Normalisierung, SQL) ist immer dabei. Select-Befehle sind immer dabei. Inzwischen ist fast immer auch eine Unterabfrage einzusetzen. Es ist zu vermuten, dass dieses mal eine Tabelle anzulegen ist oder der Entwurf einer Tabelle zu verändern ist. Insert Into und Delete wurde lange nicht in der Prüfung gefordert. Denkbar ist auch, dass dieses Mal Zugriffsrechte (Grant, Revoke) abgefordert werden.
Zum Standardwissen eines Fachinformatikers gehört UML. In den letzten Prüfungen gab es einige Anwendungsfalldiagramme und Aktivitätsdiagramme. Es ist zu vermuten, dass dieses Mal ein Klassendiagramm mit Beziehungen zu erstellen ist. Es gibt jedoch noch viele andere UML-Diagramme.
Die objektorientierte Programmierung wird wohl immer häufiger eine Rolle spielen. Es sollte eine Klasse erstellt werden können. Sie sollte einen Konstruktor enthalten. Die Klasse soll aus einer Anwendung heraus aufgerufen werden.
Über Fehlerbehandlungsmöglichkeiten sollte man Bescheid wissen.
Häufig verwendete Programmiersprachen sollte man kennen und einordnen können. Es sollte klar sein, welche Sprachen interpretiert und welche compiliert werden und wann vorzugsweise welche Sprachen eingesetzt werden.
Häufig werden Fragen zur Projektierung gestellt. Der Begriff des Software-Lebenszyklus muss erläutert werden können. Neben den lange bekannten Vorgehensweisen nach dem Wasserfallmodell, Spiralmodell und Prototyping wird wohl nun einmal das Extreme Programming erläutert werden müssen. Man sollte Vor- und Nachteile beschreiben können. Angebotsvergleiche einschl. Nutzwertanalyse sind zu erwarten. Denkbar wäre auch die Berechnung der Wirtschaftlichkeit eines individuell zu erstellenden Programmes (Stichworte: Einmalige Erstellungskosten, voraussichtliche Nutzungsdauer, Umrechnung auf ein Jahr, laufende jährliche Kosten, jährlich zu erwartender Nutzen, Wirtschaftlichkeit, Amortisierung). Auch eine Multifaktorenanalyse der nicht monetären Kriterien sollte erstellt werden können.
Wir jedenfalls drücken am Mittwoch allen Prüflingen unsere Daumen. Sicher haben Sie alle genug gelernt. Nun brauchen Sie nur noch ein wenig Glück, dass auch die Themen dran kommen, die Sie sich erträumen. Einen Trost gibt es ja in den IT-Berufen: es kann eine Aufgabe abgewählt werden. Somit werden alle erfolgreich sein, die während der gesamten Ausbildung / Umschulung fleißig waren. Toi, toi, toi!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Themen: Prüfung | 4 Kommentare »
10. Mai 2010 - 22:56
Auch ich möchte an dieser Stelle meinen “Schützlingen” der FI18, sowie den Azubis, die bei mir in der Prüfungsvorbereitung waren, für die Prüfung “Alles Gute” wünschen!
Noch ein paar “schlaue” Tips von mir:
Lesen Sie sich die Aufgaben erst vollständig durch und bitte nichts in die Aufgabe hinein interpretieren.
Wenn Sie meinen, etwas bereits zu wissen, blättern Sie nicht nochmals im IT-Handbuch nach, das kostet wertvolle Zeit.
Rechenweg immer aufschreiben, das kann einen Mehrwert an Punkten bringen, auch wenn das Endergebnis vielleicht falsch ist.
Wird schon schief gehen!
11. Mai 2010 - 14:19
Auch von mir für alle Prüflinge toi, toi, toi!!!!!!
11. Mai 2010 - 19:27
…ich drück` ebenfalls allen Prüflingen die Daumen und habe auch noch einen guten Tipp:
Nicht nur die Aufgabe vollständig durchlesen…auch auf die mögliche Punktzahl achten!
Denn in mancher Prüfung (eigene schmerzliche Erfahrung!!) gibt es eine recht schwere Aufgabe, die aber kaum Punkte bringt!
Hier wird letzendlich auch die Fähigkeit zur Priorisierung des Prüflings getestet.
Also: Ausschau nach Fragen mit hoher Punktzahl halten!
Und wie Herr Lange schon erwähnte: Auch (und manchmal vor Allem) zählen die Teilpunkte, die man pro Aufgabe bekommt.
In diesem Sinne, verbleibe ich mit herzlichen Grüßen an alle Studierenden und an das gesamte Comhard-Team
Uwe Schrader
(ehemals FI 15 und BK 16)
29. Dezember 2010 - 06:10
[...] wird betrachtet, welche Fragen eventuell in der schriftlichen Prüfung gestellt werden können. Dies interessierte entsprechend der [...]