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Grünes Internet fängt im Kopf an
von Torsten Lange | 28. Juni 2010
Die Zahl der “Grünen” Projekte im Internet wächst stetig. Bestes Beispiel sind CO²-neutrale Suchmaschinen wie Forestle oder Ecosia. Was heisst hier CO²-neutral?
Es werden Werbeeinnahmen (Klicks) generiert, um davon u. a. Zertifikate beim WWF zur Rettung des Regenwaldes zu kaufen. Im Hintergrund wird die Infrastruktur großer Suchmaschinenbetreiber wie Yahoo oder Google genutzt. Ich habe irgendwo einmal gelesen, dass so eine Suchanfrage bei Google, statistisch gesehen ca. 6 m² Regenwald zerstört, weil der Betrieb der Server entsprechendes CO² freisetzt.
Aus Netzwerkersicht gehören dazu aber noch weit mehr “Geräte” als nur die Server eines Suchmaschinenbetreibers. Ob die dann CO-neutral laufen möchte ich ein wenig bezweifeln.
Es würde aber schon deutlich mehr Regenwald gerettet werden können, wenn nicht jede bekannte Domain oder URL in das Suchfeld einer Suchmaschine getippt werden würde. Die Adressleiste des Webbrowsers wäre der bessere Weg. Für einige Anwender gibt es defakto keine andere Möglichkeit eine BEKANNTE Domain oder URL aufzurufen, als über die Eingabemaske eines Suchdienstes.
Ich denke, genau hier liegt das Problem. Es passiert unbewusst, da viele Webbrowser als Standard-Startseiten Websuchdienste nutzen. Aber genau hier fängt das CO² neutrale Internet an!
Themen: Tipps für User | 5 Kommentare »
28. Juni 2010 - 09:58
Grünes Internet – das ist absolut eine Frage des Bewusstseins. Mir war es beispielsweise nicht klar, dass ich mit Suchanfragen über Google Regenwald zerstöre. Das ist furchtbar. Internetnutzer sollten zu dieser Problematik besser aufgeklärt werden und sein. Daher finde ich solche Vorstöße, wie hier von Herrn Lange, absolut lobenswert!
28. Juni 2010 - 22:37
….uuuiiiiiiii!
Was für ein Thema!
CO²…wo produzieren wir Menschen das denn nicht!?
Sicher ist das Internet ein riesiger Verbraucher.
Da stellt sich nach meiner Meinung nach generell die Frage:
Wer braucht das Internet eigentlich WIRKLICH!?
Es war mal für Wissenschaftler als Informations-Tauschbasis geplant…und was hat die Menschheit daraus gemacht!?
…Sex….Drugs And Rock`N `Roll, wenn ich es mal freundlich umschreibe….
Außerdem YouTube und mittlerweile HD-Videos im Stream…
Und alles kostet wahnsinnig viel Strom und somit um so mehr CO²….
Daran sollte jeder Internetnutzer denken.
Beste Grüße
US
2. Juli 2010 - 07:56
@ Uwe Schrader
Immerhin sorgte Ihr Kommentar bei mir zur Überlegung, wozu ich das Internet “brauche” und ob ich darauf verzichten könnte.
“Wer braucht das Internet WIRKLICH?”
Wollen Sie mit dieser Bemerkung den Weg ebnen, das Internet abzuschaffen? Dies wird Ihnen nicht gelingen, da es beim Militär eine immense Rolle spielt.
@alle
Meine Banküberweisungen nehme ich über das Internet vor. Ohne Internet müsste ich zum Schalter gehen, der aber nicht mehr geöffnet hat, wenn ich von der Arbeit komme. Außerdem müsste jeder Betrieb, auch die Banken, an die jeweiligen Institute Datenträger per Kurier schicken. Dorthin will bestimmt keiner zurück.
Nachrichten tausche ich mit anderen per Mail aus. Ohne Internet müsste ich Papier beschreiben und die Schneckenpost nutzen. Dies wäre zwar machbar, aber meinen Kontakt mit den Praktikanten würde dies erschweren.
Bestellungen bei Versandhändlern nehme ich über das Internet vor. Ohne Internet müsste ich dies per Telefon tun. Dies wäre machbar. Aber woher sollte ich ohne Internet wissen, wo man ein Modellflugzeug oder andere Dinge erwerben kann, die im regionalen Handel nicht erhältlich sind.
Bahn- und Flugverbindungen suche ich über das Internet. Ohne Internet müsste ich mir Fahr- und Flugpläne kaufen, weil ich der Auskunft am Schalter nicht vertraue. Inzwischen ist dies schwer vorstellbar.
Wegstrecken für längere Reisen müsste ich ohne Internet nur noch über Landkarten suchen. Dies wäre denkbar. Allerdings hätte ich dann nicht den Service der Baustelleninformation.
Ohne Internet hätte ich nicht die Möglichkeit, in Heimarbeit zu arbeiten und dabei auf die Daten bei Comhard zuzugreifen. Dies ist schwer vorstellbar.
Ohne Internet gäbe es sehr viel weniger angeforderte Menschen mit Programmierkenntnissen. Damit würde Comhard die Grundlage zu den IT-Umschulungsmaßnahmen und zu einigen Weiterbildungsmaßnahmen entzogen…
Ohne Internet würde die Möglichkeit schwinden, das Wissen mit Hilfe des Internet zu erweitern. Man müsste wieder mehr in Bücher schauen. Dies würde bestimmt bei vielen ein dauerhafteres Wissen bringen!
Ohne Web 2.0 gäbe es keinen Comhard-Blog… Ohne XING hätte ich nicht so gute Kenntnisse, welche Unternehmen Praktikanten aufnehmen.
Allerdings gibt es immer noch sehr viele Menschen, die nicht mit einem Computer umgehen können und damit auch kein Internet nutzen. Und die sind manchmal glücklicher als die, die in jeder freien Minute vor dem Computer sitzen. Dies muss zu denken geben!
2. Juli 2010 - 18:34
@Frau Hilke
…na dann ist ja der erste Schritt getan.
Wenn ich Sie zum Nachdenken bringen konnte, dann vielleicht auch andere Leser!?
Mir geht es ja nicht um die Banküberweisung, die Bestellung günstiger Waren im Net, auch nicht um die Recherche von wirklich benötigten Daten oder die Nutzung der Maildienste!
Was mich nervt sind irgendwelche sinnlosen Sites, auf denen man sich zum Horst machen kann, in dem man ein Video einstellt….
Auch IP-TV halte ich nicht wirklich für sinnvoll und nötig, da dies die Datenleitungen und Server (Backbone der Telekom) sehr stark belaset und man mitunter (zur WM) nicht vernünftig wirklich benötigte Daten googeln kann, weil die Arbeitsgeschwindigkeit des Web gegen Null geht, weil jeder “Verrückte” sich die WM – oder Anderes – auf dem PC anschauen muss, statt den Fernseher anzuschalten.
Dass das Internet ein Segen der schnellen und zielgerichteten Kommunikation ist und man auf ein ungemeines Wissen direkt zugreifen kann, steht außer Frage und sollte so weiter vorangetrieben werden.
Nur die pure “Unterhaltungsgesellschaft” im Inet sollte irgenwann mal ein vernünftiges Ende finden.
So denke ich jedenfalls….
Weitere Diskussionsbeiträge würde ich sehr gern lesen, da ich dieses Thema für wichtig halte.
Mit den besten Wünschen für ein schönes WE und Daumendrücken für Deutschland morgen gegen Argentinien,
verbleibe ich mit herzlichen Grüßen @ALLE
Uwe Schrader
7. Juli 2010 - 21:43
…dass die WM und der WM-Gedanke sich weitestgehend durchsetzt ist unbestritten!
….allerdings:
Dass sich die Gedanken um die Natur und ein grünes Internet nicht so ganz im Blog durchsetzen, finde ich persönlich schade!
…aber vielleicht gibt es ja nach der WM fleißige Beitrag-Schreiber!?
Beste Grüße
Uwe Schrader
(ehemals FI 15 und BK 16 – abgeschlossen)