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Der Wille nach einer Note auf dem Zeugnis

von Helga Hilke | 28. September 2011

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Es ist Mittwoch. Der Unterricht für die Umschüler ist vorüber. Für alle anderen endet der Unterricht in wenigen Minuten. Die meisten Kursanten verlassen unsere Räumlichkeiten. Was aber machen diejenigen, die noch hier bleiben?

Alle, die schon einmal hier waren, erinnern sich bestimmt. Freitags wird bei uns nach dem Unterricht getanzt. Dienstags und donnerstags sind weiterbildungsbegleitende Arbeitsgemeinschaften tätig, z. B. Programmierung, EDV allgemein und Officeprogramme, Rechnungswesen oder Tastaturtraining. Und mittwochs? Ja, der Mittwoch kann genutzt werden, um versäumte Arbeiten nachzuschreiben. Wer auf dem Abschlusszeugnis eine Note erhalten will, der kann sie nur erhalten, wenn er (oder sie) auch eine bewertungsfähige Leistung erbringt.

Heute sitzen wir im Raum 4.33. Einige Herren der Industriekaufleute und der Großhändler wollen ihre Kenntnisse in der FIBU sowie in der Rechts- und Sozialkunde niederschreiben. Sie werden nach der vorgesehenen Zeit froh sein, dass sie wieder etwas von ihrem persönlichen Programm abhaken können. Sie wissen, dass man sich mit guten Noten auf dem Zeugnis erfolgreicher in Unternehmen bewerben kann als mit schlechten Noten oder mit dem Vermerk „teilgenommen“. Viele Arbeitgeber fragen nach, weshalb auf dem Zeugnis ein Strich oder ein T vermerkt sind. Ich selbst sitze nur hier, um eventuelle (organisatorische) Fragen zu beantworten und um die fertigen Arbeiten entgegen zu nehmen.

Das Fach, in dem die Nachschreibeklausuren liegen, ist noch gut gefüllt. Aus unterschiedlichen Fächern gibt es Aufgaben. So zum Beispiel „Welche Formen der Arbeitsteilung kennen Sie? Nennen Sie drei“ oder „Nennen Sie zwei unterschiedliche Elemente, welche im Formularfuß zu platzieren sind“ oder „Wie hoch ist die Geschwindigkeit in km/h und in m/s, wenn eine Strecke von 156 km in 88 Minuten zurück gelegt wird?“ Können die Leser ahnen, aus welchem Unterrichtsfach die Fragen stammen? Ich vermute, dass einige heute süchtig nach Sonne waren und wegen des schönen Wetters lieber nach draußen gingen. Garantiert gibt es aber wieder Regenwetter. Dann wird sich unser Nachschreibepostfach wieder leeren. Oder?

Themen: Lernverhalten, Umschulung | 7 Kommentare »

7 Kommentare zu “Der Wille nach einer Note auf dem Zeugnis”

  1. KayNo Gravatar schrieb am:
    29. September 2011 - 10:43

    “Welche Formen der Arbeitsteilung kennen Sie?”<—–AWL? Kann ich nicht beantworten :-O, also gleich mal nachlesen.

    „Nennen Sie zwei unterschiedliche Elemente, welche im Formularfuß zu platzieren sind“<—–Eindeutig Access, hab ich wieder vergessen ;-) !

    "Wie hoch ist die Geschwindigkeit in km/h und in m/s, wenn eine Strecke von 156 km in 88 Minuten zurück gelegt wird?“<——Das riecht nach E-Technik????An die Frage erinner ich mich, denn ich hatte sie FALSCH!

    OH je, am 18.11 ist Prüfung! Frau Hilke, nehmen Sie die Herausforderung an zur Prüfungsvorbereitung? ;-)

    Obwohl, der Java-Test auf der E-Learning Plattform war gestern ne glatte 2! So schlimm ist es dann doch nicht.

    Grüße

  2. Helga HilkeNo Gravatar schrieb am:
    29. September 2011 - 12:01

    @ Kay
    Warum wollen Sie am 18.11. Prüfung haben? Dies ist ein Freitag. Da fand noch nie eine schriftliche Prüfung statt. :-) Ich kenne den Termin 23.11.

    Die “Herausforderung” zur Prüfungsvorbereitung habe ich bereits angenommen. Der Plan für jede einzelne Stunde steht fest. Auch der Termin für einen Prüfungsvortest. Alle anderen Dozenten kennen ihre Termine und die zu trainierenden Inhalte. Ende der nächsten Woche erhalten alle eine Mail mit Auflistungen, was Sie sich bereits vorher anschauen sollten. Eigentlich stehen aber alle Fragen bereits in der Lernplattform unter dem Punkt “Vorbereitung auf Abschlussprüfungen”. Nun müssen nur noch Sie üben und einen kühlen Kopf bewahren. Dann wird alles klappen! Ich bin jedenfalls optimistisch!

    Die aufgezählten Fragen im obigen Beitrag stammen teilweise aus Klausuren der Kaufleute. :-)

  3. GuntherNo Gravatar schrieb am:
    11. Oktober 2011 - 20:53

    “Welche Formen der Arbeitsteilung kennen Sie?”

    Sowas gibt es? :D

    „Nennen Sie zwei unterschiedliche Elemente, welche im Formularfuß zu platzieren sind“

    Steuerelemente, Textelemente??? Ja Kay ich habe auch keine Ahnung. Leider!

    “Wie hoch ist die Geschwindigkeit in km/h und in m/s, wenn eine Strecke von 156 km in 88 Minuten zurück gelegt wird?“

    Dann fahre ich in einer Minute rund 1,72 km. Macht in einer Stunde rund 106 km. Das sind dann 106 km/h. Der Wert in Meter sind dann 106000m/h. Und eine Stunde hat 3600 Sekunden. Wenn ich das dann umrechne sind die 106 km/h = so 29,4m/s. PS Ich habe mal grob gerundet. :D

    So das macht dann 1/3 = Oh je! :D

  4. Helga HilkeNo Gravatar schrieb am:
    17. Oktober 2011 - 09:10

    Wenn Sie hier nach einer Lösung suchen, dann sind das beste Voraussetzungen für die schriftliche Abschlussprüfung! :-)

    Dann wissen Sie bestimmt auch,
    1. welche Merkmale ein Projekt hat
    2. wie die erste bis dritte Stufe der Normalisierung beschrieben wird
    3. worin der Unterschied zwischen einer Klasse und einem Objekt besteht
    4. welche Raid-Variante für welchen Zweck verwendet wird
    5. und so weiter

    Dies alles werden wir ab 24.10. erörtern!

  5. Gérard GoldNo Gravatar schrieb am:
    17. Oktober 2011 - 16:40

    “Welche Raid-Variante für welchen Zweck verwendet wird”

    Als Diskutierender würde ich sagen, dass das nicht einmal die Profis wissen.
    Als Schüler würde ich fragen, welche der nahezu unzähligen RAID-Level verlangt werden.
    Als Pädagoge würde ich dann feststellen, dass die Frage zu ungenau ist. :-)
    Und als herangezüchteter Comhard-Schüler würde ich wohl mit Blick auf die im IT-Handbuch überhaupt vorhandenen Level eben jenes zitieren (Spiegelung, Leistung und co.)

  6. Helga HilkeNo Gravatar schrieb am:
    17. Oktober 2011 - 16:58

    Die ungenaue Formulierung bezüglich Raid nehme ich durchaus zur Kenntnis. Ich wollte nur eine technische Frage mit einbauen…

    Was ist ein “herangezüchteter Comhard-Schüler”?

  7. Gérard GoldNo Gravatar schrieb am:
    17. Oktober 2011 - 21:08

    War auch nicht als Vorwurf gemeint sondern sollte eher die unterschiedlichen Herangehensweisen zeigen.

    “herangezüchtet” war in dem Sinne gemeint, dass wir auf die Beantwortung auf Prüfungsfragen getrimmt werden. Missverständnisse in Form von Fehlauslegung sollen da nicht vorkommen.

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