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Akkordeon par excellence
von Klaus Boesel | 4. Dezember 2011

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde,
wer mich ein bisschen kennt, der weiß, dass ich mich in meiner Freizeit für viele kulturelle, sportliche und technische Dinge interessiere. Eine besondere Rolle spielt dabei die Musik. Vorzugsweise genieße ich gern Rockmusik. Insbesondere auch live und in Farbe. Aber im Grunde kann es jede Art von Musik sein. Ob Oper, Operette, Musical, Jazz, Beat, Pop, Orgelmusik, auch der eine oder andere Schlager findet schon mal den Weg in meinen Gehörgang. Und das völlig freiwillig.
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So mag ich Christina Stürmer genauso wie Udo Lindenberg oder Westernhagen, wie Angelika Milster, die Ärzte, Renft, Sterncombo Meißen, Pink Floyd, Deep Purple, Led Zeppelin oder Veronika Fischer, Manfred Krug, Rammstein und Andrea Berg … Aber eben auch Klassisches, beispielsweise von Karl-Maria von Weber, Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi, Josef Haydn oder Johann Sebastian Bach. Dass sich die im Folgenden erzählte Begebenheit zugetragen hat, war so also nicht verwunderlich sondern eher folgerichtig und vorbestimmt:
Als ich neulich einmal etwas mehr Zeit hatte und über den Alex schlenderte, hörte ich plötzlich Musik. Es waren mir bekannte Klänge, die da an mein Ohr drangen. Ich erkannte sofort “Toccata und Fuge” d-Moll von Johann Sebastian Bach. Kenner werden wissen, dass es sich dabei um eins der bekanntesten Orgelwerke des Altmeisters handelt. Zuletzt hörte ich dieses Werk im Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und in der St.-Marien-Kirche in Bernau. Aber auf dem Alex??? Zunächst dachte ich, dass es sich um eine Aufnahme handelt, die per “Kofferradio” eingespielt wird. Aber nach kurzem Suchen fand ich die Quelle. Es war ein Akkordeon-Spieler. Nun hat man sowas ja schon öfter erlebt …
Aber wie dieser Mann Akkordeon spielte, war einfach unglaublich. “Wer ist dieser Mann?” Ich stand da nun schon eine ganze Weile und konnte einfach nicht genug von dieser Musik bekommen. Nachdem er geendet hatte, bekam er viel Beifall der umstehenden Leute. Ich erfuhr: Dieser Mann heißt Oleg Antonenko (nicht zu verwechseln mit gleichnamigem Eishockeyspieler!) und stammt aus der Ukraine, ist Träger mehrerer nationaler und internationaler Auszeichnungen für sein Akkordeon-Spiel. Ich habe ihn nicht gefragt, warum er auf dem Alexanderplatz steht. Es wäre vielleicht eine sehr traurige Geschichte geworden. Ich fühlte mich an André Rieu erinnert, der das Trio St.-Petersburg auf ähnliche Weise in Maastricht entdeckte. Nun bin ich leider kein berühmter Musiker, der seinen Respekt auf seine Weise zeigen kann, indem er die Musiker nun auf seinen Konzerten auftreten lässt. Aber ich habe mir seine CDs gekauft, die er dabei hatte. Und seit dem höre ich sie rauf und runter…
Ein paar Tage später war ich noch mal dort. An diesem Tag spielte er zusammen mit seinen Kollegen Aleksander Burdyug und Andrey Fesenko, was sich natürlich noch voller und kräftiger anhörte. Diesmal spielten Sie Vivaldis Concerti op. 8 Nr. 1 – 4, vielleicht besser bekannt unter dem Titel: “Vier Jahreszeiten” Auch der absolute Hammer! Jedenfalls habe ich mir die CDs noch einmal gekauft. Zum Verschenken. Und um‘s mal mit Loriot zu sagen: “Die CD endet mit dem Werk: ‘La Valse France vizit’ und sollte in keiner CD-Sammlung fehlen!” (Leicht abgewandelt.)
Vielleicht konnte ich dem Einen oder Anderen hiermit eine kleine Anregung für Nikolaus oder Weihnachten geben. Das würde mich sehr freuen. Aber auch wenn Sie einfach nur die Zeit und Gelegenheit finden, sich diese Musik einmal anzuhören, werden Sie verstehen, warum ich so davon schwärme. In diesem Sinne wünsche ich allen eine frohe und ruhige Vorweihnachtszeit.
Klaus- Bösel
Hier kommt die Tagesaufgabe unseres Advents-Gewinnspieles:
Bringen Sie die folgenden Vorsätze von Maßeinheiten in die richtige Reihenfolge (vom kleinsten zum größten):
Tera
Kilo
Giga
Mega
Senden Sie Ihre Antwort bis 31.12.2011 an blog(at)comhard.de Jeder darf teilnehmen.
Beachten Sie auch die Buchstaben in der Titelleiste des Adventsblogs. Aneinandergereiht ergeben sie eine Losung. Wer zuerst die richtige Losung einsendet, erhält einen kleinen Gewinn. Viel Spaß beim Raten!
Themen: Freizeit, Knobeln | 7 Kommentare »
7. Dezember 2011 - 15:28
Tolle Geschichte und toll geschrieben. Aber so richtig fehlt mir der Glaube, dass Bach, mit dem Akkordeon gespielt, gut klingt. Aber reinhören kann ich ja mal.
8. Dezember 2011 - 20:25
Heute habe ich alle drei persönlich erlebt. Es war genau so wie im Artikel von Herrn Bösel beschrieben. Einfach prima. Statt den Weihnachtskonsum auf dem Weihnachtsmarkt nebenan zu unterstützen legte ich einen Obolus in das Gefäß.
12. Dezember 2011 - 13:01
Auch ich kann den Artikel nur unterstützen, ich habe die Vier Jahreszeiten in dieser Form noch nicht gehört, geschweige denn als Musiker selbst gespielt. Das war höchste Perfektion und Kunst bei 5 Grad plus, eine Schande auf der einen Seite, ein Genuss auf der anderen. Auch ich habe soeben die CD`s gekauft, mögen die drei Spieler eines Tages in der Form Ihre Kunst und Ihr Können darbieten können, wie es Ihnen gebührt. Frohe Weihnacht
16. Dezember 2011 - 23:05
Toll, und mir aus der Seele geschrieben. Ich hatte das Glück sie am 13.12. (zu zweit) und am 14.12. (zu dritt) im U-Bahnhof Alexanderplatz an der U2 zu hören.
Mir ging es wie Dir, Klaus, ich konnte erst nicht glauben, dass es wirklich Accordeons waren die ich da hörte.
Durch die Räumlichkeiten – im U-Bahn Schacht – war es für mich von einer echten Orgel nicht zu unterscheiden.
Es war einfach wunderbar.
Nur habe ich den großen Fehler gemacht, keine CD zu kaufen. Klaus, kannst Du mir helfen? Wo kann ich die CD’s kaufen.
Wäre schön, wenn Du mir helfen könntest.
Klaus T.
PS: Ich bin ab Februar wieder regelmäßig in Berlin
20. Dezember 2011 - 19:00
Inzwischen war ich noch zwei Mal dort. Weder direkt am Alex noch an der U2 waren sie zu sehen und zu hören. Somit ist der weihnachtliche Wunsch nach CD’s nicht erfüllbar.
21. Dezember 2011 - 21:44
Ich habe das Trio heute am U-Bahnhof Möckernbrücke gehört. Phänomenal! Danke für den Artikel.
2. Januar 2012 - 07:40
Die Maßeinheiten, die Herr Bösel vorschlug, waren in dieser Reihenfolge anzugeben:
1. Kilo, 2. Mega, 3. Giga, 4. Tera
Diese Lösung wurde von vielen richtig eingesendet. Darüber haben wir uns gefreut. Denn interessanterweise war diese Frage einmal in der Sendung “Wer wird Millionär?” die Sortieraufgabe zum Start eines Spieles, in der 5 Personen 20 Sekunden Zeit haben, die korrekte Reihenfolge anzugeben. Und hätten Sie geglaubt, dass niemand die gewünschte Reihenfolge angab? Der Moderator der Sendung musste eine neue Aufgabe stellen.
An diesem 4. Dezember wurde von einer zweiten Person der Vorschlag “Comhard wünscht frohes Fest” für die Buchstabenaneinanderreihung gebracht. Wie schon am Tag vorher beschrieben, war das nicht zu 100 % korrekt.